Aufatmen für Karstadt-Beschäftigte: Berggruen übernimmt Karstadt

Nun ist es amtlich. Der französische Privat-Investor Nicolas Berggruen wird den Vertrag zur Übernahme der insolventen Karstadt-Kette unterschreiben.

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Nicolas Berggruen wird die deutsche Warenhauskette Karstadt weiterführen und zu neuem Glanz bringen. Bereits 2007 investierte Berggruen in den Möbelhersteller Schieder und machte die Firma so wieder fit für eine Zukunft. Das gleiche soll jetzt auch mit Karstadt passieren. Nicolas Berggruen hat Großes vor, er möchte Millionen in die Warenhauskette stecken, um somit neuen Glanz und Exklusivität in die Schaufenster zu bringen.

Berggruens Vermögen wird auf ca. 1,8 Milliarden Euro geschätzt, welche er als langfristige Zukunftsinvestition in die Karstadt Warenhäuser stecken möchte. Mit neuen und starken Partnern, Herstellern und Zulieferern will er Karstadt wieder Wettbewerbsfähig machen. Er hält auch nicht etwa den steigenden Wettbewerb zwischen Kaufhäusern als Hauptgrund für die Insolvenz, sondern vielmehr die horrenden Mieten, die Karstadt für die Nutzung seiner Gebaude bezahlen muss. Daher hat er ebenafalls angekündigt an dieser Stelle zuerst Hand anzulegen und mit dem Vermieterkonsortium Highstreet eine Einigung zu finden.

Kaufhof-Verkauf rückt in weite Ferne

Mit dem plötzlichen Erscheinen Berggruens hat sich der Traum von einer Warenhaus AG für alle Beteiligten wohl ausgeträumt. Denn einst war die Rede von einer Zusammenlegung von Karstadt und der Metro-Tochter Kaufhof. Aus diesen beiden Kaufhäusern sollte laut Financial Times Deutschland eine Warenhaus Aktiengesellschaft werden. Dies jedoch rückt nun in immer weiterer Ferne.

Quelle: Focus

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von Meik Struve | In Top Stories, Wirtschaft | 08/06/10 um 15:11

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