Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist am Dienstag von all seinen politischen Ämtern zurückgetreten. Damit reagierte der 39-Jährige auf die harsche Kritik wegen Plagiatsvorwürfen im Hinblick auf seine Doktorarbeit.
Fehlerhafte Doktorarbeit nicht als alleiniger Grund
In seiner öffentlichen Stellungnahme betonte zu Guttenberg jedoch, dass seine fehlerhafte Doktorarbeit allerdings nicht alleine der Grund für seinen Rücktritt sei. So musste er sich die Frage stellen, ob er den eigenen höchsten Ansprüchen überhaupt noch nachkommen könne. Für den CSU-Politiker stellt diese Entscheidung des wohl „schmerzlichsten Schritt seines Lebens“ dar.
„Habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht“
Der ehemalige Verteidigungsminister beklagte zudem, dass die Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen anstatt auf den toten und verwundeten Soldaten zum Großteil auf seine Person gerichtet war. “Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten. Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht“, erklärte er.
Merkel unterbricht CeBit-Besuch
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihren heutigen Besuch auf der Computermesse CeBit in Hannover überraschend unterbrochen und ein längeres Telefonat geführt. Hierbei soll sie sich auch mit FDP-Chef Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer abgestimmt haben. Merkel hatte sich erst am vergangenen Montag erneut demonstrativ hinter zu Guttenberg gestellt.
von msc | In Politik | 01/03/11 um 22:30Schlagwörter: Doktorarbeit, Karl-Theodor zu Guttenberg, Plagiatsvorwürfe, Rücktritt


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