Köhlers Rücktritt stößt auf Unverständnis in eigenen Reihen

Am 31.05.2010 gab Bundespräsident Horst Köhler auf einer Pressekonferens seinen sofortigen Rücktritt aus dem Amt des Bundespräsidenten dem Volk kund. Doch schon jetzt wird seine Entscheidung als “feige” dementiert. Warum er gegangen ist und wer gegen ihn ist?

 in Köhlers Rücktritt stößt auf Unverständnis in eigenen Reihen

Mangelnder Respekt und zu viel Kritik

In zahlreichen Interviews, sowie auf Versammlungen in der Vergangenheit wurde dem Amt des Bundespräsidenten immer weniger Respekt entgegengebracht. In einem Interview mit dem ARD Brennpunkt machte Bundeskanzlerin Angela Merkel klare Aussagen zu diesem Thema. Sie sagte, dass speziell die Opposition Respekt vor der Entscheidung und dem Erscheinungsbild des Bundespräsidenten haben sollte.
Weiterhin musste Horst Köhler in der Vergangenheit immer mehr Kritik einstecken. Es hieß, er sei nicht präsent genug und würde sich mehr im Hintergrung bewegen, als Deutschland in der Öffentlichkeit zu vertreten. Klar ist jedoch, dass Horst Köhler als Wirtschaftsexperte Deutschland mit Rat und Tat in Zeiten der Wirtschaftskrise zur Seite stand. Bundeskanzlerin Angela Merkel bedauert auch deswegen den Rücktritt.

Deutschland verfolge in Afghanistan nur Wirtschaftliche Interessen

Ein weiterer Grund Horst Köhlers sein Amt nieder zulegen war auch seine Stellung gegenüber dem Krieg in Aghanistan. Er wolle ein Land, dass sich in einen Krieg einmischt, um seine Wirtschaftlichen Interessen zu behaupten und zu sichern, als Staatsoberhaupt nicht länger vertreten. In seiner Pressekonferenz gab Horst Köhler zu verstehen, dass er die Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht beführworte und, dass die Kritik, die ihm gegenüber gebracht wurde keiner Rechtfertigung würdig sei. Im Klartext: Es sei eine Schande dem Bundespräsidenten vorzuwerfen, sich in fremde Kriege einzumischen.

Unverständnis über den Rücktritt Köhlers

Thomas Baumann vom MDR verurteilt den Rücktritt Köhlers in einer solch schweren Zeit. In Zeiten der Wirtschaftskrise und der der Euroflaute sei es nur eine “feige” Entscheidung vom Amt des Bundespräsidenten zurückzutreten. Mit seinen Aüßerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr habe er sich selber in die Schusslinie gestellt und wolle nun vor der Kritik flüchten. Mit seiner Entscheidung enttäusche er nicht nur seine Kollegen, sondern auch das deutsche Volk, von dem er bislang immer Rückendeckung bekam.

Quelle: tagesschau.de

| Mehr
von Meik Struve | In Politik, Top Stories | 01/06/10 um 09:47

Schlagwörter: , , , , ,



Beitrag kommentieren

Name (required)
Email (required)
Website