Der Öl-Konzern BP kann nach der wahrscheinlich größten Umweltkatastrophe der USA auf Minderung der Schadensansprüche hoffen.
Seit einigen Tagen strömt Öl in den Golf von Mexico. Schuld daran ist ein Unfall auf einer Bohrinsel des BP-Konzernes. Bislang gelang es den Rettungskräften nicht das Leck zu schließen. Alle Versuche das Bohrloch zu stopfen gingen bislang schief. Zuletzt wurde über eine weitere Bohrung nachgedacht, um den Druck zu verringern, doch auch dieser versuch brachte keinen Erfolg.
Nun sieht sich BP in einem großen Debakel. Nicht nur Umweltorganisationen drohen mit heftigen Kalgen in Milliarden Höhe, sondern auch die Aktien des Konzernes rutschen extrem ab. Im Vergleich zum Vortag der Katastrophe sank die Aktie um 23,6 Prozent. Viele Geschäftspartner trennten sich in den letzten Tagen von ihren Aktien.
Obwohl BP seinen Umsatz in den letzten Jahren enorm steigerte schweigen die Verantwortlichen noch über die Deckungssumme ihrer Versicherung. Der Konzern hat aber schon jetzt Milliarden Dollar Entschädigung für Betroffene ausgezahlt und ist daran bestrebt eine Weltkatastrphe zu verhindern.
Natürlich muss man mit einer saftigen Klage rechnen, aber….. es gibt Hoffnung für den Öl-Konzern. Vor 21 Jahren verunglückte der Supertanker „Exxon Valdez“ vor der Küste Alaskas. Viele tausend Tonnen Röhöl liefen ins Meer. Zwar musste der Konzern Exxon Mobile ca. 3,4 Milliarden Dollar für die Säuberung bezahlen, kam aber um einen Schadensanspruch in Höhe von fünf Milliarden Dollar herum und sank ihn am Ende auf eine Summe von 500 Millionen. Der Prozess dauerte viele Jahre an.
Demnach hat vielleicht auch der Öl-Konzern BP Hoffnung auf Minderung der Schadensansprüche.
Quelle: Bild.de
von Meik Struve | In Politik | 01/06/10 um 10:25Schlagwörter: BP, Öl, Ölkatastrophe, Schadensminderung, Umweltkatastrophe, USA


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