Hochwasser: Was passiert, wenn die Deiche brechen?

Seit Tagen steht das kleine bescheidene Städtchen Lauenburg wieder einmal in den Nachrichten. Wenn das Hochwasser der Elbe die historische Altstadt bedroht, stehen alle Sender und Reporter Schlange, um darüber zu berichten, wie Anwohner mit den Wassermassen kämpfen.

Wir von Newsthunder hingegen sehen auch eine durchaus gefährlichere Seite des Hochwassers, als die Beschädigung der Altstadt. Was in den Medien nicht oft gezeigt wird und worüber nicht viel berichtet wird ist das Industriegebiet von Lauenburg, welches nur ein paar hundert Meter hinter dem Deich liegt. Bei der Jahrhundertflut 2006 wurden die Deiche zusätzlich mit Folien abgedeckt, um ein Aufweichen zu verhindern. Auf der lauenburgerischen Seite des Deiches ist dies gegenwärtig nicht der Fall. Dort sieht man auch keine Sandsäcke oder ein Großaufgebot von Feuerwehr oder THW. Müsste nicht gerade dem Teil des Deiches Aufmerksamkeit geschenkt werden, der die Elbe vom Industriegebiet abtrennt? Angenommen Experten haben mit ihrer durchaus begründeten Sorge recht, dass nicht der Pegelstand verherend ist, sondern die Dauer des Wassers, so könnte es sein, dass der Deich, der ohne Folie versehen ist, aufweicht und bricht. Sollte dies der Fall sein, so steht der Ganzen Region eine Umweltkatstrophe bevor, wie es sie noch nie vorher gegeben hat. Giftstoffe von Chemiefabriken würden ins Wasser gelangen und das Gleichgewicht der Natur stören.

Natürlich ist dies nur eine Annahme, für den Fall eines Deichbruches. Dennoch ist es fragenswert, warum nicht der Deich verstärkt wird, sondern nur alle Augen auf die Altstadt gerichtet sind.

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von Meik Struve | In Panorama | 22/01/11 um 18:16

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