Hochwasser: Es wird zum Gaffen gebeten

Lauenburg/Elbe 9,14 Meter beträgt der Pegelstand der Elbe in Lauenburg und noch immer ist keine Besserung in Sicht. Die vorher angenommenen Höchstwerte von 8,70 Meter für den vergangenen Freitag wurden schon längst überschritten.

Neuer Rekordwert für Lauenburg

Bereits jetzt wurde der Rekordpegelstand von 9,12 Meter der Elbe in Lauenburg überschritten. Sechs Zentimeter mehr als bei der Jahrhundertflut 2006 sorgt natürlich auch für Tourismus in der Lauenburger Altstadt, die sonst trostlos leer und einsam dasteht. Schaulustige, die sich das Spektakel anschauen möchten sollen doch auf dem Lauenburger Bahnhofsplatz parken und zu Fuß in die Elbstraße gehen. Dort könne man sehr gut die Bedrohung einiger Existenzen beobachten und zu gucken, wie dem einen oder anderen seine Einrichtung dahinschwimmt.

Einige Gaststättenbetreiber sehen das Hochwasser nicht als negativ an, sondern als Geschäftsfördernd. So hat beispielsweise die Schifferbörse, die unmittelbar an der Elbe liegt seit Tagen mit dem Andrang der Schaulustigen zu Kämpfen. Ein solches Naturspektakel ist daher eine willkommene Einnahmequelle für die Ortsansässigen Wirtshäuser. Man darf sich von der historischen Altstadt als Tourist jedoch nicht blenden lassen. Die Oberstadt von Lauenburg hat seit Jahren mit leerstehenden Geschäftsräumen zu kämpfen, daher ist es nicht verwunderlich, dass Gaffer eingeladen werden das Hochwasser zu beobachten.

Wann wird es gefährlich?

Viel Luft nach oben gibt es nicht mehr. Sollte der Pegelstand weiter steigen und den absoluten Höchstwert von 9,20 Meter erreichen, der vorhergesagt wurde, könnte sogar die lauenburgerische Stromversorgung auf dem Spiel stehen, sagte die Sprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg, Natascha Pätzold, dem Hamburger Abendblatt. Wie hoch das Wasser in Lauenburg an der Elbe noch steigt wird sich am Sonntag zeigen, dann nämlich wird der Scheitelpunkt erwartet. Im Nachhinein wird dann mit einem täglichen Rückgang von bis zu 10 Zentimetern gerechnet.

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von Meik Struve | In Panorama | 22/01/11 um 18:00

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